Die Aktionsgemeinschaft

Bobenthal-St.Germanshof e.V.


ist eine anerkannt gemeinnützige Bürgerinitiative, in der jeder ehrenamtlich tätig werden kann. Sie hat ihren Sitz in 76891 Bobenthal.

Zweck des Vereins ist laut § 2 der Satzung die Kultur- und Landschaftspflege auch grenzüberschreitend insbesondere der Erhalt und die Pflege landschaftlicher, zeitgeschichtlicher und kultureller Anlagen und Einrichtungen.


Die Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen :

  1. Vorsitzender: Dr. Herbert Ludwig Breiner

  2. Vorsitzender: Fritz Limbacher

    Schriftführerin: Gerda Morio

    Schatzmeister: Gottfried Schlosser

    Beiräte/innen: Beate Breiner, Vroni Frankfurter,Waltraud Frankfurter,

                      Erna Hoff, Elfi Hey

Die Aktionsgemeinschaft Bobenthal-St.Germanshof arbeitet ehrenamtlich:

Konto-Nr. 203076 / BLZ: 54291200 Raiffeisen- und Volksbank Dahn

Spendenkonto „Europa Gedenk- und Jugendbegegnungsstätte“:

Konto-Nr.10203076 / BLZ 54291200 Raiffeisen- und Volksbank Dahn



Der Vorsitzende ermutigt hiermit jede Bürgerin und jeden Bürger über 16 Jahre dazu,

Mitglied in der Aktionsgemeinschaft zu werden. Der Mitgliedsbeitrag für das ganze Jahr

beträgt 12 Euro. Das Info-Blatt der AG wird kostenfrei übermittelt.


Jedes Mitglied bleibt völlig frei darin, ob, wann und wobei es sich beteiligt.

Eine Mitgliedschaft bedeutet also keine zeitliche Verpflichtung wie bei anderen

Vereinen.

Jedes Mitglied kann vorschlagen, welche Aktionen stattfinden oder welche Projekte

übernommen werden sollen. Die Mitglieder stimmen über die Annahme der

Vorschläge ab.

Jedes Mitglied kann auf Wunsch ‚sein’ von den Mitgliedern bejahtes Projekt leiten.

Es erhält dazu alle mögliche Unterstützung.

Jedes Mitglied kann die Beschäftigung mit einer Thematik anregen, so beispielsweise:

Engagieren eines Vortragenden zu einem Thema

Gesprächs- oder Singabende

Gestaltung eines Festes oder einer Veranstaltung

Freihalten der Wiesenflächen und –täler von Verbuschung

Expertise zur Wasserqualität

Organisation einer Kunstausstellung

Heimat-, Theater- Musikveranstaltungen

rechtliche Klärung von Vorgängen

Organisation von Informationsfahrten

Einrichtung und Führung von Kursen, Übungen oder Training

Beratung zu Bach, Wald, Straße, Tier

Pflege von Traditionen

u.s.w. – u.s.w.

Eine Mitgliedschaft erweitert also die eigenen Möglichkeiten, etwas Sinnvolles zu tun,

das allen dient und schafft das Bewusstsein, aktiv in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein.

Wir hoffen auf Ihre Mitgliedschaft,

Dr. Herbert L. Breiner, Vorsitzender



Die Bobenthaler Zwölf-Apostel-Rundwege

wurden am Sonntag, 22. August 2010 im Rahmen eines Erlebnistages in Anwesenheit des Vorsitzenden des Bezirkstags Pfalz, OB Theo Wieder, des Landrates Südwest- pfalz Hans-Jörg Duppré des Pfarrers Wilhelm Mertz, des Ortsbürgermeisters Roman Mertz, schöner Musik und vielen Menschen eingeweiht.



Zur Gestaltung dieser Wege gehören auf dem Gemeindeplatz eine elektronische Übersichtskarte, vier Steintafeln mit zwölf Apostelreliefs und vier dazugehörigen Informationsfeldern, jeweils eine 1.20 m Stele am Anfang der 12 Wege mit dem Relief des Apostels und einer Wegebeschreibung, sowie freistehende Wegweisschilder auf den Wegen mit Aussagen großer Persönlichkeiten.

Die Apostelwege nützen bei ihren Wandervorschlägen die vorhandenen Wegekennzeichen des Pfälzerwaldvereins, erhöhen also nicht die Gefahr eines Wegewirrwars.


Die gesamte Anlage der Apostelwege wurde ohne einen Cent an öffentlichen Mitteln verwirklicht. Mit der Übernahme von Wegepatenschaften und einem außergewöhnlich hohen Maß an Eigenleistung war es möglich, die Finanzierung ganz aus privater Hand zu leisten.

Die elektronische Übersichtstafel, die Apostelreliefs, die Steinplatten, und die Stelen am Anfang der Wege wurden in ehrenamtlicher Eigenleistung vom Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft, Dr. Herbert Ludwig Breiner, geschaffen.


Landrat Hans Jörg Duppré

würdigte bei seiner Ansprache die verdienstvolle Arbeit der Aktionsgemeinschaft, die in Art einer gemeinnützigen Bürgerinitiative ehrenamtlich ganz zugunsten der Gemeinde Bobenthal arbeitet. Seine Ausführungen befassten sich zudem mit dem Zusammenhang von EU-Denkmal St. Germanshof und der Apostel-Anlage Bobenthal. Beiden, so seine Aussage, liege der christliche Bezug zu Frieden und wohlwollendem Zusammensein der Menschen zugrunde.


Pfalzvorsitzender OB Theo Wieder

erkannte ausdrücklich die ehrenamtliche Leistung an und begrüßte die Besonderheit des Anliegens. Der schnelllebigen heutigen Zeit etwas entgegenzusetzen, das zur Entschleu-nigung beiträgt ist von besonderem Wert.

Sein Wunsch, die Anlage möge zur Ruhe und Einkehr bei uns Menschen beitragen, entspricht ganz dem Anliegen der Aktionsgemeinschaft.


Ehrenamtlich – ohne öffentliche Mittel

Das Gesamtprojekt „Zwölf Apostelwege“ wird auf mindestens 28 000 Euro geschätzt, wobei 10 000 Euro Sachkosten entstanden und

18 000 Euro Eigenleistung zu erbringen waren, wozu nahezu fünf Jahre lang gearbeitet werden musste.


Das Wunder der Apostel

Ist es nicht ein Wunder, wie diese einfachen Männer damals nach Persien, Indien, Russland oder Spanien kamen, ohne Auto oder Flugzeug, und wie sie dort in einer fremden Sprache versuchten fremde Menschen für den christlichen Glauben zu gewinnen ?


Apostel heute

Die Zwölf Apostel zeigen uns ein totales Kontrastprogramm zu heute.

Sie – erfüllt von der Gewissheit des ewig Gültigen stehen in polarer Spannung zum Trend nach augenblicklichem Lustgewinn heutiger Zeit.

Sie – in ihrem bewussten Verzicht auf vergängliches Hab und Gut zeigen uns ein Leben im Gegensatz zum heutigen Leben, einem Leben der Gier nach materiellen Gütern.


Die Apostel – Reliefs

Die Gestaltung der Apostel in Reliefform war ein langer Prozess, der bereits 2006 begann.

Zunächst mussten die Apostel in Ton modelliert werden, wobei der Bezug zu Leben und Wirken, zur einheitlichen Gestaltung und zur Möglichkeit der mehrfachen Herstellung zu beachten war. Der international renommierte Bronzekünstler Erich Sauer gestaltete ein erstes Musterrelief, der Vorsitzende der AG die übrigen elf Reliefs.

Nachdem die Reliefs aus Ton hergestellt waren, wurden aus diesen 12 Hohlformen mittels Spezialkautschuk gewonnen. Diese wiederum dienten dazu, mehrere Reliefs der einzelnen Aposteln in einem Ausgussverfahren herzustellen.


Unser Anliegen

Die Rundwege mit Wanderzeiten zwischen 30 und 120 Minuten sollen das Freizeit- und Erholungsangebot insbesondere der Einheimischen erweitern.

Aber nicht nur dies: Unser Anliegen ist es, ein Angebot zu machen, um sich in einem Raum der Stille, in unseren Wäldern, dort, wo etwas vom Ewigwährenden spürbar wird, auf überdauernd Gültiges zu besinnen.

Die Apostelwege wollen also nicht einfach nur Wanderwege sein, sondern Räume der Stille, in denen schöne Natur auf Gott als deren Schöpfer hinweist und wo mannigfaltige Anregungen zur Besinnung auf die eigentlich wesentlichen Werte unseres Lebens gegeben werden.

Unsere Absicht, landschaftspflegerisch so zu wirken, dass an geeigneten Orten gestaltete Ruhe- und Meditationsplätze entstehen, konnten wir bisher beim Andreasweg realisieren, weitere Plätze sind in Vorbereitung, wie auch einige Wege noch fertig gestaltet werden müssen.


Die Sponsoren

Nach mehreren Aufrufen ist es gelungen, für 10 Wege Sponsoren zu finden, die eine Wegepatenschaft übernahmen. Sie sind an den Steintafeln und den Wegestelen namentlich dokumentiert. Folgenden Spendern haben wir zu danken:

Verbandsbürgermeister Wolfgang Bambey,

Raiffeisen- und Volksbank Dahn, Dr. Karl und Erika Neuhauss, Kanzlei Breiner und Morio, F.und F. Mittenbühler, Dr. Morio-Schlösser,

Pilger & Haak, Ludwig u. Betty Breiner,

Abiturklasse b 49 Landau.











Eine Ausstellung

Aus dem Leben eines Dorfes” hieß eine Foto- und Filmdokumentation der Aktionsgemeinschaft Bobenthal-St.Germanshof e.V. am Samstag 14. April 2012 in der Gemeindehalle des Dorfes.


Der Vorsitzende lieh Fotoalben aus dem Dorf aus und speicherte geeignete Bilder im Computer. Die mehr als 200 Fotos vermitteln erstaunlich vielfältige Eindrücke, die es erlauben, einen Einblick in das Leben des Dorfes über die 100 zurückliegenden Jahre zu geben. Das Besondere der Foto-Dokumentation liegt darin, dass nicht abstrakt geschrieben wird, sondern zur Darstellung anschauliche Abbildungen der Bewohner benützt werden.

Die Fotos informieren über folgende Bereiche:


Alle Fotos erhalten die Größe 20x30 cm. Sie vermitteln in dieser Größe ein recht eindrucksvolles Bild. Allerdings erweist es sich schwierig, einen detaillierten Kommentar zu den Bildern, womöglich mit den Namen der gezeigten Personen, zu erhalten. Die Einwohner wurden zu den Bildern befragt so dass ein ergänzender Kommentar zur Bilderchronik gewonnen werden konnte. Nach der Ausstellung sollen die Fotos ge-bunden werden und als Dokumentation “Aus dem Leben des Dorfes Bobenthal” der Gemeindeverwaltung zur Verwahrung als Informationsquelle für spätere Generationen übergeben werden.


Mit großem Aufwand gelang es Dr. Herbert L. Breiner einen 1960 /64 im alten Format Normal 8 mit Federzugkamera selbstgedrehten Film über das damalige Bobenthal mit digitalen Verfahren soweit aufzubereiten, dass er über Beamer gezeigt werden konnte. Der 24-Minutenfilm stellt kein filmisches Meisterwerk dar, ist jedoch inzwischen zu einem kostbaren Dokumentarfilm geworden, der das damalige Leben im Dorf in Bewegung doch anders wiedergibt, wie es die stehenden Fotos tun können.

Die erste europäische Vereinigung



Das Bezugsgeschehen und seine historische Bedeutung

Das Geschehen am 6.August 1950 an der deutsch-französischen Grenze in St.Germanshof gilt heute unumstritten als „Erste europäische Vereinigung“, die nicht nur abstrakt in Worten, sondern praktisch in Taten, wenn auch nur zeitlich begrenzt, realisiert wurde.

Das Ereignis beeinflusste nachweislich die Europa-Konferenz der folgenden Tage in Straßburg, an der Deutschland erstmals teilnehmen durfte.

In der zweisprachigen Dokumentation „Erste europäische Vereinigung in Wissembourg-St.Germanshof“ und in einer Kurzfassung wurde über das Geschehen durch die Aktionsgemeinschaft Bobenthal-St.Germanshof informiert (H.L. Breiner 2004, 2012).

Das Deutsche Historische Museum Berlin würdigte das Geschehen 2005 in einer Ausstellung und auch die Medien nahmen das Geschehen in mehreren ihrer Dokumenta- tionen auf.


Die aktuelle Bedeutung der Gedenk - und Jugendbegegnungsstätte

a. Das heutige Europa braucht die anschauliche, symbolische Tat, an der die ursprüngliche Sinnhaftigkeit des Zusammenschlusses über Grenzen hinweg deutlich wird und an der die Begeisterung, sich für Frieden, Toleranz und Eintracht der Nationen einzusetzen, am mutigen, bewundernswerten Beispiel geweckt werden kann.


b. Das Projekt eignet sich hervorragend für die europäische Jugendarbeit. Gerade bei Jugendlichen auf beiden Seiten der Grenze der neuen Länder Europas, denen das Erlebnis der Grenze noch nahe ist, kann die Identifizierung mit der europäischen Gemeinschaft in der Auseinandersetzung mit dem eindrucksvollen Geschehen und den Zielsetzungen der jungen Europäer von damals grundlegend beeinflusst werden.


Die mutige erste europäische Vereinigung des Jahres 1950, die nicht nur mit Worten, sondern für Stunden auch durch Taten erfolgte, weist mit großer Anschaulichkeit auf die Wurzeln der europäischen Einigung hin und besitzt so viel Symbolkraft, dass es nicht zu verantworten erscheint, diese Möglichkeit zur Entwicklung eines Gemein-schaftsgefühls ungenutzt zu lassen.


Die bauliche Anlage der Stätte

    Die originale Stelle des historischen Geschehens vor den beiden ehemaligen Zollhäusern an der deutsch-französischen Grenze in St. Germanshof ist eine Wiese, die „Europawiese“. Es gelang der Aktionsgemeinschaft diese Originalstätte vom Grundstücksbesitzer Herrn Gerhard Bourquin, zu erwerben. Das Niveau des Wiesenstücks wurde durch Auffüllung mit Erde auf das Niveau der Straße angehoben.

In Anlehnung an die zwölf Sterne der Europaflagge wurden zwölf Stelen in einem Areal von 12 x 12 m in einem Kreis aufgestellt. Die Stelen sind 1.75 m hoch und besitzen am Kopfende Abschrägungen, mit denen sie alle zur Mitte hin schauen. Dort in der Mitte, wo 1950 das Europafeuer brannte, befindet sich ein vierteiliges Feuerrondell.


Die Kosten der Anlage

Trotz mehrfacher Anträge an europäische Behörden musste die Aktionsgemeinschaft im Alleingang die Anlage finanzieren, was erst nach mehrjährigem, mühsamem Einholen von Spendengeldern gelang.


Trägerschaft und Pflege der Anlage

Die Aktionsgemeinschaft übertrug die Europawiese mit dem Europa-Denkmal in einem notariellen Akt der Ortsgemeinde Bobenthal, die zur Verbandsgemeinde Dahner Felsenland gehört. Die Gemeinde ist somit zwar Eigentümer der Europaanlage,

die Verbandsgemeinde Dahner Felsenland verpflichtete jedoch vertraglich die Aktionsgemeinschaft, den Unterhalt, die Pflege und die Nützung des Denkmals, also auch die einschlägige Informationsarbeit zu leisten.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, muss die Aktionsgemeinschaft versuchen, über Benefiz- Veranstaltungen und über Sponsorentätigkeiten die erforderlichen Finanzmittel zu gewinnen. Sie hat zu diesem Zweck ein Spendenkonto “Europa Gedenk- und Jugendbegegnungsstätte „ KontoNr.: 10203076 BLZ.: 54291200 eingerichtet.